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Ein Stück Normalität für Kinder in Not

Reimund Berding (Dinklage/Mosambik): SOS-Projekte bieten Bildung und Familienhilfe

Bereits seit 40 Jahren engagiert sich der ehemalige Dinklager Schulleiter Reimund Berding in der Stadt Tete in Mosambik im Rahmen der SOS-Projekte für Kinder in Not. Dabei wird er auch von der OV/KSB-Aktion „Sportler gegen Hunger“ unterstützt. Hier berichtet er von seiner Arbeit:
„Das SOS-Kinderdorf Tete gibt den bis zu 150 Kindern und Jugendlichen, die hier leben, das, worauf es ankommt: Sicherheit und Geborgenheit, medizinische Versorgung und Schulbildung. Und vor allem sind Menschen da, die sich für die Kinder interessieren, die ihr Bestes wollen: an allererster Stelle die SOS-Kinderdorf-Mütter.

Trotz ihrer bewegten und oft traumatisierenden Vergangenheit erleben die Kinder ein Stück Normalität. Sie gehen in den Kindergarten oder in die Schule. In ihrer Freizeit treiben sie Sport. Bei Entwicklungsauffälligkeiten oder psychischen Problemen werden Fachleute hinzugezogen.
Auch die Kinder, die in der Umgebung des SOS-Kinderdorfes Tete leben, profitieren von den Einrichtungen wie z.B. der Familienhilfe, die mehr als 1000 Kinder und Erwachsene aus gefährdeten Familien unterstützt.

In der dem SOS-Kinderdorf angegliederten SOS-Jugendeinrichtung leben die Jugendlichen, die den SOS-Familien entwachsen sind, und bereiten sich hier – begleitet von pädagogisch ausgebildeten Jugendbetreuern – auf ein selbstständiges Leben vor.

Während dieser Zeit schließen sie ihre schulische Ausbildung ab und beginnen ein Studium oder eine Berufsausbildung. Die Kinderdörfer fördern und begleiten die Jugendlichen intensiv bei ihrem Eintritt in die Berufstätigkeit und in der Führung eines eigenen Haushalts.

Die Covid-19-Pandemie hat große Auswirkungen auf die Arbeit in Tete. Selbstverständlich unterstützen wir unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Kinder und die betreuten Familien dabei, sich zu schützen und mit den Folgen und Einschränkungen zurechtzukommen. Die SOS-Mütter haben gleich zu Beginn der Pandemie Masken für alle Kinder und Mitarbeiter genäht. Alle Schulen sind geschlossen und die Kinder lernen von zu Hause aus. Es finden aber kreative Aktivitäten wie Handarbeit und Design im Dorf statt.

Danke für die sehr großzügige Hilfe. Gerade in einer solchen Zeit ist es für Menschen in den ärmsten Länder besonders wichtig, dass sie Hilfe bekommen.“

Bild: Geborgenheit im SOS-Kinderdorf: Hier wird den Kindern und Jugendlichen ein sicheres Umfeld geboten. Über 1000 Menschen profitieren von der Arbeit in Tete. Foto: Berding