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Jung und Alt genießen den Tennis-Marathon

24-Stunden-Event des TV Visbek auch bei der dritten Auflage wieder ein voller Erfolg / 63 von 72 Stunden belegt

Von Carsten Boning

Visbek. Als der 24-Stunden-Marathon beendet war, brauchten die Organisatoren nicht mal 24 Sekunden, um ihr Fazit zu ziehen. „Alles super gelaufen, 2019 gibt’s die Neuauflage“, hieß es am Sonntagnachmittag beim Tennisverein Visbek. Draußen war’s ein feucht-grauer, trister November-Tag, aber drinnen im renovierten Klubheim herrschte eitel Sonnenschein. Zum dritten Mal nach 2016 und 2017 hatte der TV Visbek sein Event „24 Stunden Tennis fĂŒr Jedermann“ durchgefĂŒhrt – und der Marathon im Rahmen der OV/KSB-Aktion „Sportler gegen Hunger“ kam wieder bestens an.

„Von 72 zu vergebenden Stunden waren 63 belegt – eine super Quote“, freute sich Martin Kossen aus dem Orga-Team. Im dritten Marathon-Jahr fĂŒr „SgH“ nĂ€herte sich der TV Visbek der 100-Prozent-Auslastung der drei PlĂ€tze in der vereinseigenen Halle ein weiteres StĂŒckchen an. Lediglich am Sonntagmorgen von 3.00 bis 7.00 Uhr wurde nur auf einem Feld gespielt. Ansonsten war’s immer voll auf der Anlage. Und das Ziel, 24 Stunden am StĂŒck zu spielen, wurde wieder locker erreicht.

Eröffnet wurde der Marathon am Samstag um 14.00 Uhr von den Dienstag- und Mittwoch-Gruppen des TV Visbek. Und nach dem Auftakt der Damen wechselten sich weitere Klubmitglieder und auswĂ€rtige GĂ€ste ab. Der TV Visbek freute sich erneut ĂŒber ein buntes Teilnehmerfeld und viele Spieler aus der Nachbarschaft. Der TV Lutten war mit einem starken Dutzend vertreten, hinzu kamen Spieler vom TV Lohne, von der SG Erlte und vom Ahlhorner SV.

Vom TV Vechta ĂŒbernahmen Berthold Knipper und seine Doppel-Kollegen im dritten Jahr in Folge eine FrĂŒhschicht ab 7.00 Uhr. Den FC Varnhorn vertrat Klaus Muhle, von RW Visbek schwang der Vorstand um Claus Emke den SchlĂ€ger. Beate Lonnemann, Vorsitzende der Tennis-Region Oldenburger MĂŒnsterland und VizeprĂ€sidentin des Tennisverbandes Niedersachsen-Bremen, schlug im Doppel an der Seite von Werner LĂŒbbe (MIT) auf. Auch die Nordliga-Damen des TVV mischten mit, fĂŒr sie war’s eine lockere Extra-Einheit vor dem Liga-Start am 2. Dezember gegen Victoria Hamburg.

„Aber alles wĂŒrde nicht laufen, wenn nicht Herr und Frau Jedermann dabei wĂ€ren“, sagte Martin Kossen und meinte damit die vielen Hobbyspieler aus Visbek und Umgebung, die fĂŒr den guten Zweck am Start waren, sowie die vielen Kinder und Jugendlichen, die sich verstĂ€rkt beteiligt haben und beim Rundlauf ihren Spaß hatten. Eine Handvoll Spieler war besonders fleißig und kam auf vier oder gar fĂŒnf Stunden, teilweise am StĂŒck, vornehmlich aber verteilt auf die 24 Stunden.

Nicht zu vergessen die vielen FrĂŒhstĂŒcksgĂ€ste. 100 waren es in diesem Jahr, 40 mehr als 2017 – und die ersten GĂ€ste stĂ€rkten sich bereits um 5.30 Uhr nach einer langen Nacht. Dazu Kossen: „Toll, dass das FrĂŒhstĂŒck so angenommen wurde.“ Jung und Alt versammelten sich zwischen 6.00 und 11.00 Uhr. An dieser Stelle lobte Klubchef JĂŒrgen Fangmann auch die Catering-Truppe um Petra Schickling und Anke Scheele; beide Damen waren im dritten Jahr in Folge ĂŒber 30 Stunden am StĂŒck auf den Beinen, um die Aktiven und Passiven bestens zu versorgen. Pilzpfanne, Bratwurst, Kotelett, Frikadellen, Pommes, Kaffee und Kuchen, XXL-FrĂŒhstĂŒck – das Angebot war riesig und lecker.

JĂŒrgen Fangmann und sein Vorstandskollege Peter Bahlmann hielten ebenfalls den ganzen Marathon durch – und bei so viel Einsatz ist ein kurzes Nickerchen im Vereinsheim auch erlaubt. Nachts um 1.00 Uhr liefen noch ein paar Visbeker JungjĂ€ger beim TVV auf. Sie hatten beim gemĂŒtlichen Beisammensein nach ihrer Jagd vom SgH-Event gehört und brachten das Ergebnis einer spontanen Sammlung persönlich vorbei.

Bild: Shakehands: Marie Tapken (links) und Pia-Marleen Ostmann. Foto: Schikora