Die Geburtsstunde

Geburtsstunde von Sportler gegen Hunger

Die dramatischen Fernsehbilder der Hungerkatastrophe in ├äthiopien unmittelbar vor den Weihnachtstagen 1984 ersch├╝tterten ganz Deutschland. Am Freitag, den 14. Dezember 1984, entschloss sich die OV-Sportredaktion, den Ereignissen nicht l├Ąnger tatenlos zuzusehen. Spontan wurde die Aktion „Sportler gegen Hunger“ ins Leben gerufen, um beim ├ťberleben in Afrika zu helfen. Die OV-Sportredaktion gewann mit dem Kreissportbund (KSB) Vechta die ├Ârtliche Sportorganisation f├╝r ihre Idee und mobilisierte fortan die Sportler ihres relativ kleinen Verbreitungsgebietes, in dem f├╝r sie fremden Metier der karitativen Hungerhilfe Initiativen zu ergreifen.

Am Samstag, den 15. Dezember 1984, erfolgte der Aufruf in der OV. Dort hie├č es u.a.: „Die dramatische Situation in Afrika erlaubt es nach unserer Auffassung nicht, unt├Ątig zu sein. Deswegen tritt der Sport mit dieser Spendenaktion an die ├ľffentlichkeit. Um zu zeigen, dass er nicht weltfremd ist, nicht immer nur fordert, sondern auch geben kann. ├ťber Aktivit├Ąten der Vereine in dieser Richtung wird ausf├╝hrlich berichtet. Von gutem Willen allein wird kein Hungernder satt.“ Noch am gleichen Tag spendeten zwei Fu├čballmannschaften jeweils 500 Mark aus ihren Mannschaftskassen – die ersten Spenden von ├╝ber 5,75 Millionen Euro in bislang 37 Jahren.

Bild: Von Anfang an dabei: Der OV-Supercup in Lohne – hier mit Andreas Bergmann, dem sp├Ąteren Trainer von Hannover 96, vom FC St. Pauli und vom VfL Bochum.