Transparenz bei der Verwendung der SgH-Spenden

Durch die Aktion „Sportler gegen Hunger“ sind seit dem Winter 84/85 ├╝ber 4,572 Millionen Euro f├╝r die Hungerhilfe in Afrika eingespielt worden. Im Winter 91/92 wurde erstmals die 100.000-Euro-Grenze (damals 200.000 Mark) erreicht, die seitdem in allen folgenden Jahren ├╝bertroffen wurde. Eine Konstanz auf h├Âchstem Niveau, pendelten die Erl├Âse doch stets zwischen 100.000 und 260.000 Euro. Die Spendenerl├Âse werden seit Jahren zu einem Teil an die Stiftung „Menschen f├╝r Menschen“ des fr├╝heren Schauspielers Karlheinz B├Âhm weitergeleitet, zum anderen erhalten jeweils immer sechs ausgew├Ąhlte Missionsschwestern aus dem Kreis Vechta Unterst├╝tzung, die in Afrika t├Ątig sind.

Karlheinz B├Âhm weilte zu Lebzeiten vier Mal im Kreis Vechta, um ├╝ber den Einsatz der Spendengelder in ├äthiopien zu berichten. Der MfM-Gr├╝nder stellte sich den Diskussionen auf Informationsabenden, referierte in Gymnasien und kl├Ąrte die SgH-Organisatoren aus den einzelnen Vereinen in einer gemeinsamen, internen Gespr├Ąchsrunde ├╝ber die Situation in ├äthiopien auf. Und Karlheinz B├Âhm integrierte sich in die SgH-Sportgemeinschaft, als er im Januar 2001 ein Wochenende lang als „Sportler gegen Hunger“ aktiv war. Bei insgesamt f├╝nf Veranstaltungen brachte er sich als Wanderer, prominenter Elfmetersch├╝tze, Gl├╝cksbringer einer Verlosung oder Dirigent eines Shanty-Chors ein. ├ťber die Stiftung hat ÔÇ×Sportler gegen HungerÔÇť┬á die Higher Primary School in Kelecha Jibat f├╝r 1500 Kinder gebaut, die im November 2017 feierlich er├Âffnet worden ist. Der Bau einer zweiten SgH-Schule hat 2017 in Dobi begonnen.

Die Zusammenarbeit mit heimischen Missionsschwestern, die in den Hungergebieten Afrikas t├Ątig sind, ist ein Zeichen der Solidarit├Ąt aus der Heimat und wird von den Sportlern auch so gesehen und gesch├Ątzt. Dar├╝ber hinaus bleibt auch hier die Transparenz der Verwendung der Spenden gewahrt: Die Missionsschwestern stehen in regelm├Ą├čigem Briefkontakt mit den SgH-Organisatoren und schildern bei ihren Heimatbesuchen die bedr├╝ckenden und teilweise aussichtslosen Verh├Ąltnisse in ihrer Wahlheimat. F├╝r alle Leser erscheinen traditionell an Heiligabend die Sonderseiten mit Berichten jener Ordensleute, die im Jahr zuvor mit Spenden bedacht worden sind. Hier wird nachvollziehbar in Wort und Bild dokumentiert, wie die Ordensschwestern die ihnen anvertrauten Spenden eingesetzt haben. Diese Berichte handeln nicht vom Sport, schon gar nicht vom Heimatsport; doch es geht um „Sportler gegen Hunger“, und deshalb geh├Âren auch Missionsschwestern auf die Heimatsportseite – und nur dorthin.

Bild: Unter Wanderern: Karlheinz B├Âhm (Mitte) nahm auf seiner SgH-Tour 2001 auch an der Ortswanderung in L├╝sche teil.