Die OM-Medien/KSB-Aktion treibt in Kooperation mit „Menschen für Menschen“ den Schulausbau in Äthiopien voran. Das ist der aktuelle Stand der Dinge.
Seit dem Winter 2014/15 fließen Erlöse der Aktion „Sportler gegen Hunger“ zweckgebunden in Schulbauten in Äthiopien. Aktuell läuft der Neubau der „Zefano Higher Secondary School“ im Bezirk Boreda auf Hochtouren, die Fertigstellung der inzwischen fünften SgH-Schule wird für das Frühjahr 2025 erwartet. Wie läuft der Unterricht an den anderen vier SgH-Schulen? Wie sind die Rahmenbedingungen vor Ort? Zum Auftakt der 41. SgH-Saison hat die OM-Medien/KSB-Aktion aktuelle Informationen und Zahlen von der Stiftung „Menschen für Menschen“ (MfM) erhalten, die seit 1984 von SgH unterstützt wird und die Schulbauten durchführt. Ein Überblick:
Kelecha Jibat/Dano: Die erste Schule, die zu 100 Prozent durch SgH-Spendenerlöse finanziert wurde, war die „Higher Primary School“ in Kelecha Jibat. Sie kostete 260.000 Euro und wurde Ende November 2017 feierlich eingeweiht. Kelecha Jibat liegt in der MfM-Projektregion Dano in der West-Shoa Zone im Regionalstaat Oromia. Die politische Situation dort ist „weiterhin unsicher“, so MfM im aktuellen Lagebericht: „Kleine Rebellengruppen geraten immer wieder in Gefechte mit Einheiten der Zentralregierung.“ Es sei daher weiterhin nicht möglich, „unsere Arbeit fortzusetzen, da die Sicherheit unserer Mitarbeiter und der Fahrzeuge gefährdet wäre“, teilte die Stiftung mit. Einzig die Arbeit in den Baumschulen sei möglich. Das benötigte Saatgut wird per öffentlichem Bus herangeschafft. „Zu Beginn der Regenzeiten holen sich die Bauern die Setzlinge mit Eseln ab“, so MfM. Erfreulich: Der Unterricht in Kelecha Jibat verläuft „relativ normal“. Im Schuljahr 2024/25 besuchen 432 Schülerinnen und 543 Schüler die Kelecha Jibat HPS, sie werden von acht Lehrerinnen sowie 13 Lehrern unterrichtet.
Gute Bedingungen: Schüler in Kelecha Jibat. Foto: MfM/Kwiotek
Dobi/Dano: Im Ort Dobi, der wie Kelecha Jibat dem Bezirk Dano angehört, wurde die 220.000 Euro teure „Higher Primary School“ im Juni 2019 eröffnet. Der Unterricht läuft ungestört. „Schülerinnen und Schüler sowie Lehrer sind froh darüber, dass sie in dieser unsicheren politischen Situation einen normalen Schulalltag haben – mit guten Lernbedingungen“, erklärte Elyane Schwarz-Lankes, die bei MfM für den Bereich „Entwicklungszusammenarbeit, Projektinformation“ zuständig ist und gerade in Äthiopien weilt. 681 Schülerinnen und 721 Schüler besuchen derzeit die Dobi HPS, es gibt acht Lehrerinnen und zwölf Lehrer.
Schlechte Bedingungen: So sah es vor der Eröffnung der neuen Schule in Dobi aus. Foto: MfM/Kwiotek
Wore Illu/Wore Illu: Die dritte SgH-Schule, die Wore Illu Higher Secondary School, steht im Nordosten des Landes. Es war ein Großprojekt mit sechs Gebäuden und einem Kostenvolumen von 385.000 Euro. Im Frühjahr 2020 erfolgte die Fertigstellung. Wore Illu, Hauptort des gleichnamigen Bezirks, liegt in der South Wollo Zone im Regionalstaat Amhara. Die Lage dort ist „weiter unsicher“, so MfM: „Dort bekämpfen sich seit dem Ende des Krieges in Tigray bewaffnete Einheiten aus Amhara und der Zentralregierung.“ Der Unterricht an der Schule verläuft „relativ normal“. Die Fakten dazu: 1720 Schülerinnen und 1510 Schüler werden von 33 Lehrerinnen und 95 Lehrer unterrichtet.
So sehen die SgH-Schulen in Äthiopien aus, hier der Neubau in Wore Illu. Foto: MfM/Kwiotek
Ijaji/Illu Gelan: Im März 2023 wurde die vierte SgH-Schule fertiggestellt und in Betrieb genommen. Die Ijaji Higher Secondary School, die rund 380.000 Euro gekostet hat, steht im Bezirk Illu Gelan, der an Dano angrenzt. Die politische Lage dort ist besser. „Die Projektaktivitäten können mehrheitlich umgesetzt werden“, heißt es in der MfM-Mitteilung. Und: Die Kleinstadt Ijaji wurde von den jüngsten Unruhen verschont, der Unterricht läuft ungestört. Im laufenden Schuljahr werden die 934 Schülerinnen und 963 Schüler von 14 Lehrerinnen und 61 Lehrern unterrichtet.
Eröffnungszeremonie: Eine Szene aus Ijaji im Bezirk Illu Gelan. Foto: MfM/Kwiotek
Beitragsbild: Freude über die neue SgH-Schule: Ein Foto von der Higher Primary School in Dobi im Bezirk Dano. Foto: MfM/Kwiotek
Die OM-Medien/KSB-Aktion treibt in Kooperation mit „Menschen für Menschen“ den Schulausbau in Äthiopien voran. Das ist der aktuelle Stand der Dinge.
Seit dem Winter 2014/15 fließen Erlöse der Aktion „Sportler gegen Hunger“ zweckgebunden in Schulbauten in Äthiopien. Aktuell läuft der Neubau der „Zefano Higher Secondary School“ im Bezirk Boreda auf Hochtouren, die Fertigstellung der inzwischen fünften SgH-Schule wird für das Frühjahr 2025 erwartet. Wie läuft der Unterricht an den anderen vier SgH-Schulen? Wie sind die Rahmenbedingungen vor Ort? Zum Auftakt der 41. SgH-Saison hat die OM-Medien/KSB-Aktion aktuelle Informationen und Zahlen von der Stiftung „Menschen für Menschen“ (MfM) erhalten, die seit 1984 von SgH unterstützt wird und die Schulbauten durchführt. Ein Überblick:
Kelecha Jibat/Dano: Die erste Schule, die zu 100 Prozent durch SgH-Spendenerlöse finanziert wurde, war die „Higher Primary School“ in Kelecha Jibat. Sie kostete 260.000 Euro und wurde Ende November 2017 feierlich eingeweiht. Kelecha Jibat liegt in der MfM-Projektregion Dano in der West-Shoa Zone im Regionalstaat Oromia. Die politische Situation dort ist „weiterhin unsicher“, so MfM im aktuellen Lagebericht: „Kleine Rebellengruppen geraten immer wieder in Gefechte mit Einheiten der Zentralregierung.“ Es sei daher weiterhin nicht möglich, „unsere Arbeit fortzusetzen, da die Sicherheit unserer Mitarbeiter und der Fahrzeuge gefährdet wäre“, teilte die Stiftung mit. Einzig die Arbeit in den Baumschulen sei möglich. Das benötigte Saatgut wird per öffentlichem Bus herangeschafft. „Zu Beginn der Regenzeiten holen sich die Bauern die Setzlinge mit Eseln ab“, so MfM. Erfreulich: Der Unterricht in Kelecha Jibat verläuft „relativ normal“. Im Schuljahr 2024/25 besuchen 432 Schülerinnen und 543 Schüler die Kelecha Jibat HPS, sie werden von acht Lehrerinnen sowie 13 Lehrern unterrichtet.
Dobi/Dano: Im Ort Dobi, der wie Kelecha Jibat dem Bezirk Dano angehört, wurde die 220.000 Euro teure „Higher Primary School“ im Juni 2019 eröffnet. Der Unterricht läuft ungestört. „Schülerinnen und Schüler sowie Lehrer sind froh darüber, dass sie in dieser unsicheren politischen Situation einen normalen Schulalltag haben – mit guten Lernbedingungen“, erklärte Elyane Schwarz-Lankes, die bei MfM für den Bereich „Entwicklungszusammenarbeit, Projektinformation“ zuständig ist und gerade in Äthiopien weilt. 681 Schülerinnen und 721 Schüler besuchen derzeit die Dobi HPS, es gibt acht Lehrerinnen und zwölf Lehrer.
Wore Illu/Wore Illu: Die dritte SgH-Schule, die Wore Illu Higher Secondary School, steht im Nordosten des Landes. Es war ein Großprojekt mit sechs Gebäuden und einem Kostenvolumen von 385.000 Euro. Im Frühjahr 2020 erfolgte die Fertigstellung. Wore Illu, Hauptort des gleichnamigen Bezirks, liegt in der South Wollo Zone im Regionalstaat Amhara. Die Lage dort ist „weiter unsicher“, so MfM: „Dort bekämpfen sich seit dem Ende des Krieges in Tigray bewaffnete Einheiten aus Amhara und der Zentralregierung.“ Der Unterricht an der Schule verläuft „relativ normal“. Die Fakten dazu: 1720 Schülerinnen und 1510 Schüler werden von 33 Lehrerinnen und 95 Lehrer unterrichtet.
Ijaji/Illu Gelan: Im März 2023 wurde die vierte SgH-Schule fertiggestellt und in Betrieb genommen. Die Ijaji Higher Secondary School, die rund 380.000 Euro gekostet hat, steht im Bezirk Illu Gelan, der an Dano angrenzt. Die politische Lage dort ist besser. „Die Projektaktivitäten können mehrheitlich umgesetzt werden“, heißt es in der MfM-Mitteilung. Und: Die Kleinstadt Ijaji wurde von den jüngsten Unruhen verschont, der Unterricht läuft ungestört. Im laufenden Schuljahr werden die 934 Schülerinnen und 963 Schüler von 14 Lehrerinnen und 61 Lehrern unterrichtet.
Beitragsbild: Freude über die neue SgH-Schule: Ein Foto von der Higher Primary School in Dobi im Bezirk Dano. Foto: MfM/Kwiotek